Hier eine kleine Liste von Kinderbüchern, die mein Sohn gerne mag und mochte:

Ingo Siegner

Der kleine Drache Kokosnuss

 

Ich habe bisher nicht gezählt wie viele Geschichten es von Kokosnuss gibt. Wahrscheinlich so viele, dass er inzwischen eigentlich ein großer Drache sein müsste.

 

Die Bücher von Ingo Siegner sind für Kindergartenkinder bereits gut verständlich, wenn sie auch zum Lesen am Stück etwas lang ausfallen. Die Hörspiele dagegen laufen bei uns in Endlosschleife und werden auch bis zum Ende angehört. Vielleicht sollte ich an meiner Lesetechnik feilen...

 

Tja, aber was ist jetzt das Besondere an diesen Geschichten? Meinem Sohn gefallen Wörter wie "Mäusepups" ausgesprochen gut und er mag die Spannung, wenn die Abenteuer in die entscheidende Runde gehen. Außerdem werden für Jungs sehr interessante Themen behandelt: Wikinger kommen vorbei, es gibt einen Ausflug zur Ritterinsel und Zeitreisen zu den Dinosauriern oder in die Steinzeit. Alles, was Jungs Spaß macht.

 

Was mich dabei anspricht, sind die knackigen, prägnaten Sätze, die Wörter, die die Sache auf den Punkt bringen und dass der Text pfiffig und schön zu lesen ist. Er hat einen ganz eigenen, frechen Charakter und ist trotzdem angenehm und ohne zweifelhafte Moral am Ende.


Hui Buh

 

Zugegeben: die Bücher der Hui-Buh-Reihe kennen wir nur von Außen. Aber die auf CD erhältlichen Hörspiele laufen bei uns so oft, dass dem CD-Player schwindelig wird.

 

Wunderbar gelesen, unter anderem mit Christoph Maria Herbst als etwas verplanten König Julius, macht es auch den Eltern Spaß, den Geschichten zu lauschen.

 

Mein Sohn hört sich die Hörspiele mit seinen 5 Jahren quasi pausenlos an.


Axel Scheffler, Julia Donaldson

Für Hund und Katz ist auch noch Platz


Nette Bilder und Text, bei dem man merkt, dass sich jemand viel Mühe damit gegeben hat. Es macht Spaß die Reime zu lesen. Die Geschichte um eine etwas schusselige Hexe, die mit ihrer Katze auf dem Besen auf Reisen geht und mal die Schleife, mal den Zauberstab verliert und die Hilfe von "neuen" Tieren bei der Suche braucht, ist ziemlich lustig. Sämtliche hilfreiche Tiere dürfen auf dem Besen mitfliegen, bis der irgendwann wegen Überlast auseinander bricht und auch noch ein gefährlicher Drache mit grummelnden Magen das Spielfeld betritt.

 

"Für Hund und Katz" sowie "Wo ist Mami" verstehen auch Kinder ab drei schon recht gut. "Der Grüffelo" erfordert schon ein bisschen mehr um-die-Ecke-denken und war bei meinem Sohn erst mit 5 für richtige Lacher gut

 

Der Grüffelo ist sicher den meisten bekannt und auch sehr schön getextet, bei einigen anderen Büchern der Beiden fällt dagegen auf, dass sie sich weniger flüssig lesen lassen. Die Bilder sind durchgängig sehr ansprechend und perfekt auf den Text abgestimmt.

 

Die beiden Filme (Für Hund und Katz und der Grüffelo) sind übrigens auch sehr zu empfehlen! Liebevoll erzählt.


Judith Kerr

Mog, der vergessliche Kater


Wer eine Katze hat, der wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach in diesem Buch wieder erkennen.

 

Mog ist ziemlich vergesslich, am liebsten vergisst er seine Katzenklappe und denkt dann, dass er nur durch laute Klagerufe vorm Fenster wieder reingelassen wird. In seiner wunderbar einfach gestrickten Art tappt er von einem Fettnäpfchen ins nächste, die Eltern der Familie sind sauer auf ihn und Mog schleicht sich mitten in der Nacht traurig davon. Am Ende stellt er einen Einbrecher, obwohl er eigentlich nur ins Haus gelassen werden wollte. Aber das wissen seine Menschen natürlich nicht, und Mog endet als Held. Das wiederum versteht Mog nicht, was auch nichts macht, weil er sich einfach über sein tägliches Belohnungs-Ei freut.

 

Sehr schön bebildert und mit kurzen, einfachen Texten versehen, die die Geschichte auf den Punkt bringen.


Kerstin Schöne, Nina Gunetsreiner

Lullemu, wer bist DU?


Ein Buch zum Thema Freunde finden.

 

Der kleine Hund Lullemu sucht einen Freund. Er trifft auf viele verschiedene Tiere, die ihm jeweils eine Bedingung stellen, damit er ihr Freund sein kann. Lullemu tut sein Bestes, ihren Erwartungen zu etsprechen, aber wie er sich auch verkleidet und verrenkt, sie rümpfen alle nur die Nase und lassen ihn stehen.

Bis Lullemu plötzlich einem anderen Hund begegnet, der auch verzweifelt versucht, Freundschaft mit irgendwelchen Tieren zu schließen. Die beiden wissen sofort, dass sie zusammen passen und sind, na klar: Freunde.

 

Für große ist ziemlich offensichtlich, dass es darum geht, sich für eine Freundschaft nicht zu verstellen und nach jemanden Ausschau zu halten, der zu einem passt und zu dem man passt, ganz ohne Anpassungsmaßnahmen. So gesehen "pädagogisch wertvoll".

 

Für Kinder sind die Bilder einfach sehr schön, die Texte angenehm kurz und am Schluss ist Lullemu glücklich, was will man mehr?